Starke Passwörter: Unser digitales Türschloss
Was macht ein gutes Passwort aus?
Länge vor Komplexität
Ein starkes Passwort sollte mindestens 12–16 Zeichen lang sein. Je länger, desto sicherer.
Leicht zu merken, aber schwer zu erraten
Nutzen Sie zum Beispiel einen gut merkbaren Satz und bilden Sie daraus ein langes Passwort. Aus „Ich habe 2 Katzen, 1 Hund und trinke täglich 3 Tassen Kaffee.“ wird zum Beispiel „Ih2K,1H+tt3TK.“
Keine persönlichen Informationen
Vermeiden Sie offensichtliche Angaben wie Geburtsdaten, Namen oder einfache Muster (z.B. kein „123456“ oder „Passwort1“).
Mischung aus Zeichen
Verwenden Sie Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen.
Kein Wiederverwenden von Passwörtern
Für jedes Konto sollte ein eigenes, individuelles Passwort genutzt werden. Ein Passwortmanager kann Ihnen dabei helfen Ihre Passwörter zu verwalten.
Wie halte ich meine Zugänge sicher?
Passwort-Manager verwenden
Ein Passwort-Manager hilft Ihnen, sichere und einzigartige Passwörter für all Ihre Konten zu erstellen, zu speichern und bequem zu verwalten – Sie müssen sich nur ein Master-Passwort merken. Mit einem Passwort-Manager vertrauen Sie Ihre Zugangsdaten einer App oder Cloud an – wählen Sie ein seriöses Tool!
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren
Ergänzen Sie Ihr Passwort durch einen zweiten Sicherheitsfaktor wie SMS-Codes, Authenticator-Apps oder biometrische Verfahren.
Passkeys: Moderne Alternative zum Passwort
Passkeys sind eine sichere Methode zur Anmeldung – ganz ohne klassisches Passwort. Statt ein Passwort einzugeben, bestätigen Sie Ihre Identität z.B. per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN auf Ihrem Gerät.
Dabei wird kein Passwort auf einer Webseite eingegeben oder gespeichert. Das erschwert Phishing und Datendiebstahl deutlich, weil Angreifer keine klassischen Zugangsdaten abfangen können.
Passkeys werden bereits von vielen modernen Geräten, Plattformen und Online-Diensten unterstützt. Sie können den Login sicherer und bequemer machen.
Vorsicht bei öffentlichem WLAN
In öffentlichen WLANs sollten Sie sensible Vorgänge wie Banking oder wichtige Logins möglichst vermeiden und stattdessen mobile Daten nutzen. Ein vertrauenswürdiges VPN kann die Verbindung zusätzlich absichern, schützt aber nicht vor gefälschten Webseiten oder betrügerischen Links.
Fehler vermeiden: Die größten Risiken bei der Passwortnutzung
Passwörter teilen:
Halten Sie Passwörter immer geheim – auch vor Freunden oder Familie.
Automatische Browser-Speicherung:
Ein Passwortmanager kann helfen, starke und einzigartige Passwörter sicher zu verwalten. Achten Sie auf ein seriöses Tool, ein starkes Master-Passwort und zusätzliche Absicherung des Passwortmanagers.
Phishing erkennen:
Achten Sie auf vertrauenswürdige Websites (Prüfen Sie die URL und das „HTTPS“-Protokoll).
Unsichere Passwortwiederverwendung:
Falls ein Passwort gehackt wird, könnten Angreifer Zugang zu anderen Konten erhalten.
Tipps für Unternehmen
Schulungen zur Passwortsicherheit
Regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeitenden zu sicheren Passwortpraktiken.
Passwortrichtlinien umsetzen
Mindestlängen und Komplexitätsregeln festlegen, um Sicherheit zu gewährleisten.
Single-Sign-On-Lösungen (SSO)
Reduzieren Sie die Anzahl der benötigten Passwörter durch zentrale Authentifizierung.